Wir wollen fürs Ausland Klartext schreiben und sachlich erklären, worum es geht. Wer sich für ein Thema in Deutschland interessiert, soll mit unseren Texten auch praktisch etwas anfangen können. Nicht nur ins Schwärmen geraten. Man soll sich in einen internationalen Zug setzen oder ins Auto, ein Hotel buchen, eine Eintrittskarte kaufen, einen Parkplatz finden, genug Geld in der Tasche haben und bei Ihnen ankommen - höchstpersönlich.

Vielleicht waren Ihre ausländischen Interessenten noch nie in Ihrer Gegend. Vielleicht kennen sie sich überhaupt nicht aus und wissen zum Beispiel nicht, dass der zentrale Marktplatz in Dresden "Altmarkt" heißt. Diesen Namen ins Tschechische zu übersetzen, hilft nicht groß weiter. Im Gegenteil: Einen "Staré náměstí" kann man in Dresden lange suchen. Was tun wir? Wir schreiben "náměstí Altmarkt" - was soviel heißt wie "Marktplatz Altmarkt". Dazu am besten noch ein Stück Stadtplan oder eine Google-Karte. 

Wenn man den Nachbarn Lust auf eine Tour über die Grenze machen will, muss man sich auf ihre Perspektive und ihre Erfahrungen einstellen. Was kennen sie? Woran orientieren sie sich? Welche Fragen haben sie? Oft sind es Fragen, die für den deutschen Markt überhaupt keine Rolle spielen. Zum Beispiel, ob die deutschen Einkaufszentren am Sonntag geöffnet sind (in Tschechien sind sie das). Es lohnt sich, gründlich zu überlegen, wo es Unsicherheiten geben könnte. Denn wenn bei den praktischen Informationen etwas fehlt: Ohne Sprachkenntnisse im deutschen Internet etwas selber nachzurecherchieren, ist keine leichte Sache. Dann bleibt man vielleicht doch lieber zu Hause. Eine Fahrt ins Blaue ist nicht jedermanns Sache.

Bevor wir etwas übersetzen, nehmen wir Ihre deutschen Texte genau unter die Lupe und schauen, was wir ergänzen, streichen oder umbauen müssen. Und was Schlüsselbegriffe sind, die unbedingt auf Deutsch stehen bleiben müssen. Wie im obigen Beispiel das Wort "Altmarkt". 

Nicht zuletzt spielt in Osteuropa auch der Ton eine wichtige Rolle. Wir formulieren lieber neutral und vermeiden Imperative und euphorisches Eigenlob. 

 

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